Murdochs Medienimperium reicht von Australien bis in die USA, dazu gehören etwa Fox News, „Sun“ und „Wall Street Journal“. Seine Beziehungen zur Macht ist legendär.
„Wir haben jeden Grund, für die nächsten Jahre optimistisch zu sein“, heißt es in einem Brief von Murdoch Senior an die Beschäftigten. „Unsere Möglichkeiten übertreffen bei weitem unsere geschäftlichen Herausforderungen.“ Beide Firmen Fox und News Corp seien „bei robuster Gesundheit - so wie ich.“ Der Kampf um die Meinungsfreiheit und letztlich um die Freiheit der Gedanken sei noch nie so intensiv wie heute.
Seine Zeitungen und Sender sind berüchtigt - allen voran das rechtskonservative Netzwerk Fox News. Nach dem Verkauf großer Teile seines Unterhaltungskonzerns anist Murdochs Imperium stark geschrumpft. Doch mit seinen Fox-Sendern und dem Verlag News Corp, zu dem Klatschblätter wie die „New York Post“, aber auch gediegenere Zeitungen wie das „Wall Street Journal“ zählen, macht Murdoch Meinung.
Dass sich Murdoch mit seinen Unternehmen überhaupt so lange an der Spitze des internationalen Mediengeschäfts halten konnte, ist beachtlich. Denn zwischenzeitlich hatte er sich durch einen Abhörskandal seiner britischen Boulevardzeitung „News of the World“ gründlich ins Abseits befördert. Jahrelang hatten Murdochs Journalisten die Handys von Verbrechensopfern und Prominenten bespitzelt und Polizisten bestochen.
Vor allem die boomende Streaming-Konkurrenz, die klassischen Kabelanbietern immer mehr Kunden abjagt, machte Murdoch zusehends zu schaffen. 2019 verkaufte er große Teile seines Medienkonzerns 21st Century Fox an den Erzrivalen Walt Disney. Eine Entscheidung, die ihm nicht leicht gefallen sein dürfte, denn eigentlich hatte er ja ganz andere Ambitionen gehabt.Was ihm nach dem Verkauf von 21st Century Fox blieb, ist die stramm rechte Sendergruppe Fox News.