Studie über frei treibende Seeminen, Rumänien überwacht mit Militärschiffen, Task Force mit Bulgarien und Türkei
Neptun Deep, das vier Milliarden Euro teure, derzeit größte Gasförderprojekt in der EU, ist bei Klimaschützern höchst umstritten, keine Frage. Jetzt aber warnt Greenpeace in einer Studie vor Sicherheitsrisiken durch mögliche Unfälle mit Seeminen und kritisiert die OMV und ihre rumänische Mehrheitsbeteiligung Petrom massiv.
Das Schwarze Meer ist Teil der russischen Kampfhandlungen im Angriffskrieg gegen die Ukraine. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen mit Seeminen. Seit Kriegsbeginn seien 94 frei treibende Seeminen neutralisiert worden, beruft sich Greenpeace auf eine Anfragebeantwortung der rumänischen Marinedirekttion.
Die unmittelbare Nähe zur russischen Einflusssphäre sei „sicherheitspolitisch eine Katastrophe. Allen Sicherheitsbedenken zum Trotz wird das Projekt als wichtiger Schritt zur Unabhängigkeit von russischem Gas beworben“, warnt der Greenpeace-Wissenschaftsexperte Stefan Stadler.Am vergangenen Freitag erhielten OMV/Petrom und der nationale Partner Romgaz die vorläufige Genehmigung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung.
Im Juli und August 2023 hielt Russland eine mehrwöchige Militärübung in der bulgarischen Wirtschaftszone des Schwarzen Meeres ab. Verteidigungsminister Todor Tagarev sagte im öffentlich-rechtlichen Rundfunkt, dass"die von Moskau angekündigte Militärübung in der bulgarischen Wirtschaftszone ... zu einem Problem wird, wenn wir ein Schiff zur Erkundung von Offshore-Gasfeldern schicken wollen.
Anfang 2024 vereinbarten Rumänien, Bulgarien und die Türkei eine Task Force für die Sicherheit im Schwarzen Meer. Man werde mit den Partnern aus der Türkei und Bulgarien zusammenarbeiten, um diese Initiative so schnell wie möglich einsatzbereit machen, erklärte das Verteidigungsministerium in Bukarest auf Anfrage des KURIER.
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