Der ehemalige Verfassungsschützer Egisto Ott steht unter Verdacht, Diensthandys mit heiklen Daten, darunter mögliche Staatsgeheimnisse, von Kabinettsmitarbeitern des Ex-Innenministers Wolfgang Sobotka an den russischen Geheimdienst übergeben zu haben.
Der ehemalige Verfassungsschützer Egisto Ott steht unter Verdacht, Diensthandys mit heiklen Daten, darunter mögliche Staatsgeheimnis se, von Kabinettsmitarbeitern des Ex-Innenministers Wolfgang Sobotka an den russischen Geheimdienst übergeben zu haben.
Ott bestreitet, mit der Beschaffung der Handys etwas zu tun gehabt und diese weitergegeben zu haben. Die Handys seien ihm"in einem Kuvert in den Briefkasten in meiner Wiener Wohnung gelegt" worden, gab er nach seiner Festnahme am 30. März in seiner Beschuldigteneinvernahme zu Protokoll:"Von wem ist mir nicht bekannt. Zum Vorhalt, dass diese drei Telefone über mich nach Russland verbracht wurden, bestreite ich.
Es sei nicht das erste Mal, dass die deutsche Justiz Ermittlungshandlungen Österreichs rund um die Spionageaspekte in der Wirecard-Causa abgeblockt habe, so das Nachrichtenmagazin. Schon in der Vergangenheit habe sich Österreichs Justiz immer wieder an München gewandt, um eine Kooperation voranzutreiben. Die Deutschen hätten sich mäßig interessiert gezeigt, was ein"absolutes Novum" darstelle, so"Profil" unter Berufung auf Ermittlerkreise.
Justizministerin Alma Zadić spricht sich indes für einen parlamentarischen Russland-Untersuchungsausschuss aus, um neben einer rechtlichen auch für eine politische Aufklärung zu sorgen, wie sie am Samstag im Ö1-"Mittagsjournal" sagte. Zu Verbindungen von Peter Pilz zu Ott befragt, meinte sie, sie selbst sei nie in Kontakt zu dem Spionageverdächtigten oder seinen"Kumpanen" gewesen."Zu wem Pilz Kontakt gehabt hat, müssen Sie ihn selber fragen.
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